Werne am Sonntag, 20.12.2007
Licht und Hoffnung wachsen weiter
300 Besucher erlebten Benefizkonzert in der Martin-Luther-Kirche
„Freude und Lebhaftigkeit“ - so beschrieb Helga Hillen nicht nur die Bilder aus der tansanischen Gemeinde Kokirie im Schatten des Kilimandscharo - Freude und Lebhaftigkeit ging auch vom inzwischen siebten Benefizkonzert aus, das vor Wochenfrist rund 300 Besucher in der Martin-Luther-Kirche erlebten.
Werne „Licht und Hoffnung für Afrika“ hieß der Leitgedanke des Konzerts, für das einmal mehr die Klavierlehrerin und Altistin Helga Hillen mit Desiree Bruver (Sopran), der Konzertpianistin Ursula Liebl und Reinhard Schulze (Bass) namhafte Solisten hatte gewinnen können. Zu diesen namhaften Solisten gehörte natürlich Helga Hillen selbst, die außer einer klassischen Gesangsausbildung auch ein Instrumentalstudium Klavier an der Landes-Musikakademie bei Professor Klug absolviert hat.
Welche Fortschritte die bisher sechs Benefizkonzerte in Kokirie bedeutet haben, machte Pfarrer Hartmut Marks, Schirmherr des Konzerts, in seiner Begrüßung deutlich. Sowohl die Gesundheitsstation für die zumeist noch jungen Mütter wie auch die Grundschule für die Waisenkinder konnten mittlerweile ausgebaut werden. „Helga Hillen können wir für ihr Engagement nicht genug danken“, fand Pfarrer Hartmut Marks anerkennende Worte.
Gleichwohl bleibt in Kokirie noch genügend zu tun - „Diese Konzerte müssen Bestand haben“, betonte auch Helga Hillen, die in ihrer Begrüßung dem Lions-Club, dem Pianohaus Micke und der Firma Grube Druck für die Unsterstützung dankte. Zudem überbrachte Bürgermeister Rainer Tappe eine Spende der Stadt.
„Anderen Freude schenken heißt auch sich selbst Freude schenken“, hatte Helga Hillen zu Beginn gesagt - ein Satz, der auf das Konzert in besonderem Maße zutraf. Vom Anfangslied „Mein Licht geht auf und leuchtet“ bis zum Schluss mit dem gemeinsam gesungenen „Süßer die Glocken nie klingen“ zogen Chor und Solisten die Besucher in der randvollen Luther-Kirche in ihren Bann.
Waren schon die einzelnen Darbietungen ein Erlebnis, gehörten die von Desiree Bruver, Helga Hillen und Reinhard Schulze gemeinsam gesungenen Lieder wie Mosers „Luleise Jesulein“ zu den Höhepunkten des Konzerts. Ihre Stimmen trugen sich gegenseitig und ergänzten sich eindrucksvoll zu einem harmonischen Klangbild.
Nicht zuletzt war es auch die Mischung aus bekannten und weniger bekannten Melodien, die den Reiz des Abends ausmachte. „Der kleine Trommlerjunge“, „Es wird schon gleich dunkel“ und „Marys boy child“ waren ebenso zu hören wie „Ein warmes Licht“, „Mille cherubini in coro“ und „Hirten wachen im Feld“.
Am Ende durften sich die Besucher, die mit Applaus nicht sparten, über einen gelungenen Konzertabend ebenso freuen, wie die Kinder und die Frauen in Kokirie über weitere Unterstützung aus Werne. Und ganz sicher weckte der Abend bereits die Vorfreude auf die achte Auflage des Benefizkonzertes zugunsten von Kokirie. Thw
Werne am Sonntag, 20.12.2007
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