Ruhr Nachrichten, 16.01.2007
25 Jahre Lions: Die Begeisterung etwas Gutes zu tun
Werne - Zum Jubiläums-Neujahrsempfang lud der Lions Club Werne an der Lippe am Sonntag im Alten Rathaus. Präsident Wilhelm Weischer ließ in seiner Begrüßungsrede einige der vielfältigen sozialen Projekte aus 25 Jahren Revue passieren (wir berichteten).
"We serve" ist das Motto der Lions - zu deutsch: "wir dienen". Es geht um ideelle und finanzielle Hilfe international und vor Ort. "Überall dort, wo Staat und Kirche nicht präsent sind", so Weischer in seiner Rede. Er dankte nicht nur den Mitgliedern des Clubs für ihre Tatkraft, sondern auch den Frauen, die im Hintergrund wirken und den Werner Bürgern, "denn ohne deren Akzeptanz und Mithilfe wären viele der Activities kaum möglich."
Patenschaft
Bürgermeister Rainer Tappe eröffnete seine Gratulation und Anerkennung des Clubs mit einem Zitat von Charles Dickens: "Niemand ist nutzlos in dieser Welt, der anderen das Leben leichter macht." Er überreichte die Urkunden für zwei Werner Denkmäler, für deren Erhaltung der Lions Club die Patenschaften übernommen hat.
Aus Mühlheim an der Ruhr überbrachte Vize-Governor Ragnar Nilsson die Glückwünsche des Lions Club Governors vom Distrikt Westfalen Lippe. Er merkte an, dass der Club nicht nur von den Treffen lebt, sondern vor allem von der gemeinsamen Erarbeitung und Umsetzung der Hilfsprojekte, "Activities" genannt.
Festansprache
Nilsson mahnte, vor allem den Nachwuchs zu fördern und schloss mit dem Wunsch: "Mögen Sie immer ein gutes Händchen haben in der Auswahl ihrer Projekte und Mitglieder."
Bevor es zum Feiern ging, gab Alt-Abt Stephan Schröer von der Benediktinerabtei Königsmünster/ Meschede den Gästen keine Gelegenheit zum "Predigtschlaf: Mit offenen Augen und ohne Schnarchen". Er hielt eine lebendige Festansprache, in der er auf christliche Werte und die Regel des Heiligen Benedikt einging. Abt Stephan schaffte einen amüsanten Brückenschlag von den klassischen Tugenden und Werten zur heutigen Zeit und zum Wirken des Lions Clubs.
Werner Tafel
Er sprach von der "Begeisterung, Gutes zu tun" und gab jedem Einzelnen Tipps zur ausgewogenen Gestaltung eines Tages, "zum achtsamen Umgang mit dem Augenblick". Er machte anhand von Benedikt klar, dass "kleine Beispiele einer kleinen Gruppe hinaus strahlen und zur prägenden Kraft werden" können. Abt Stephans Wünsche an die Club-Freunde waren, "dass ihr immer mehr zusammenwachst, sensibel für die Fragen unserer Zeit seid und sie anpackt", bevor er schließlich mit einem Witz seine Ansprache abschloss.
Spendenerlöse der Silber-Jubiläums-Feier sollen der Werner Tafel zugute kommen. - t-ja
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